Rolf Holub

Die Musik war immer gut zu mir

Wenn man in der Mitte der 1950er geboren ist, hat man den Rock’n‘Roll im Blut. Naturgemäß wurde man von der Musik der 1960er sozialisiert. Beatles, Bob Dylan, Woodstock, Love and Peace, Revolution der Kultur.

Der ganze Mix von Aufbruch, Hormonen, Provokation und Hoffnung. Lange vorher aber überfiel mich eine Musik, die mich auf geheimnisvolle Weise glücklich machte: die Musik der Beach Boys.

Barbara Ann war die erste Single, die ich mir in der Schule ertauschte und auf dem tragbaren Plattenspieler mit Geschwindigkeit 45 bis zum Abwinken spielte.

Noch ein Jahr vorher lag ich am Strand des Wörthersees und die unwiderstehlichen Zeilen "Wie kamone slubtschompie" strömten von der Musikbox auf der Halbinsel Loretto zu mir herüber.

Von diesem Tag an schwamm ich, wann immer es möglich war, mit einem Schilling in der Badehose an das andere Ufer und drückte U 3 "Ei wohne gohom"  -  Meine Liebe zu den Beach Boys war geboren.
Was auch seitdem geschah, Musik war und ist stets ein Teil meines Lebens.

Sie war immer gut zu mir - gehört oder gespielt - und noch immer macht sie mich glücklich.

"God only nose"